Bilder der Taichischule Münster

Taichi Chuan als Spiritueller Weg

Taichi Saebelform

Die Bewegung der Form, die langsam zwischen Yin und Yang fließt (zwischen vor/zurück, öffnen/schließen, steigen/sinken) entspricht natürlichen Rhythmen in unserem Körper und in der Natur: unserem Atem, unserem Herzschlag, unserem Biorhythmus, den Tages- und Jahreszeiten, den Gezeiten der Meere u.s.w. Jede Zelle hat ihren rhythmisierten Stoffwechsel, jedes Planetensystem, die gesamte Schöpfung schwingt in Rhythmen.

Mit der zwischen Yin und Yang sich ständig wandelnden Taichi-Form werden wir ein Teil des Großen Ganzen, tanzen wir mit den „zehntausend Dingen“ wie Laotse sie nennt, schwingen wir uns ein in alles Sein. Der Geist beruhigt sich wie ein Kind das gewiegt wird. Alle Unruhe sinkt nach unten, der Stand wird sicher, die Verbindung zur Erde vertrauensvoll und selbstverständlich.

So werden wir, was die alten Daoisten als Auftrag des Menschen verstanden: die Verbindung zwischen Himmel und Erde. Unten fest verwurzelt, steigt die Energie der Erde durch unseren Körper, nährt uns und verwandelt sich selbst dabei, fließt weiter in die Weite des Raumes und von dort durch uns zurück in die Erde.